Ein Jahr im Land des Ahornblatts

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„Ich gehe ohne Reue – ich gehe ohne Furcht“ (Foto: Doro)

Ihr Lieben,

es war laaaange still auf meinem Blog. Auch wenn ich weiterhin auf Konzerten war, kamen immer mehr Dinge dazu, die man so machen muss, wenn man „erwachsen“ wird. (Iiiihhhh!) Und das kann einem von vielen abhalten, was man gerne machen möchte, z.B. Artikel für seinen Blog schreiben.

Dieses Jahr soll es hier ein Off-Topic geben. Ich schreibe euch nämlich gerade aus Toronto, Canada! Yay! Seit einer Woche bin ich hier mit einem Work&Travel Visum und habe vor, mich durch’s ganze Land arbeitend und reisend durchzuschlagen – einmal von Osten nach Westen.

Warum ich das in meinem Alter noch mache? (Nur zur Einordnung: Ich habe ein komplettes Magisterstudium hinter mir und einen ersten Job absolviert!) Nunja, gerade in der Zeit meines ersten Jobs sind viele Dinge auf mich zu gekommen, die mich emotional in eine Ecke getrieben haben. Hätte ich nichts geändert, so wäre ich bestimmt verrückt geworden – und sehr, sehr unglücklich dazu. Mein Glück, dass ich zum einen eine wunderbare und geduldige Mitbewohnerin hatte, die zum richtigen Zeitpunkt genau diese Idee, nämlich die des Work&Travels, vorschlug und all meine Freunde, die mich in dieser Entscheidung allesamt durchweg unterstützten. Ich kleiner Angsthase hätte noch vor einem halben Jahr im Traum nicht gedacht, alles aufzugeben, um ein Jahr alleine durch ein riesiges Land zu reisen. Doch wurde mir in Gesprächen immer mehr bewusst: So ein Angsthase bin ich ja schon gar nicht mehr. Denn allein diese Entscheidung zu treffen und diese durchzuziehen, zeugt von sehr viel Mut.

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CN Tower, Toronto (Foto: Doro)

Es war stressig vor meinem Abflug: Noch einmal umziehen, noch einmal alle meine liebsten Menschen besuchen und umarmen (man weiß schließlich nie!) und dann packen. Ich war die ganze Zeit über recht entspannt. Angst hat mir diese Reise nie gemacht. Vielleicht war ich etwas zu entspannt, als ich auch einen Tag vor meinem Abflug noch immer nicht gepackt hatte. (Opps.) Aber mit einer sehr kurzen Nacht hab ich doch alles geschafft.

Ich bin bewusst alleine mit der S-Bahn zum Bahnhof gefahren. Ich gebe zu: Dort kamen dann doch die ersten und auch die bisher letzten Tränen. Es ist nicht leicht zu gehen, aber ich werde immer wieder zurückkommen.

Warum eigentlich Canada? Es geht mir nämlich in erster Linie nämlich gar nicht um das Work&Travel. Es ist nur die einfachste Art, ein Jahr lang ohne viel Aufwand in einem Land zu leben. Mich reizen auch nicht Neuseeland oder Australien. Es musste Canada sein. Und warum? Der Musik wegen natürlich! Wer meinen Blog verfolgt, kommt nicht ohnehin bemerkt zu haben, dass mein Herz an der kanadischen Band The Weakerthans um deren Sänger John K. Samson hängt. Johns Lyrics haben auf mich seit nunmehr 10 Jahren einen sehr großen Einfluss und es hat mich seitdem immer gereizt, einmal nach Canada zu reisen. Nun hat sich genau der richtige Moment aufgetan, dass ich ein Jahr lang die Zeit habe, mich mit diesem Land, seinen Städten, seiner Natur und seinen Menschen auseinander zu setzen. Und wie ich mich darauf freue!

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Niagara Falls, Oktober 2016 (Foto: Doro)

Ein paar Sorgen hatte ich natürlich im Vorfeld. Ob es z.B. eine blöde idee war, mitten im Oktober nach Canada zu gehen. Nachdem ich aber meinen Flug gebucht hatte, wurde doch tatsächlich die frohe Kunde verkündet, dass John K. Samson eine Woche nach meiner Ankunft sein zweites Soloalbum veröffentlichen würde. Und das Baste: Anfang November wird er mit seiner Band drei Releasekonzerte spielen! Zwei davon in Winnipeg und eines in Toronto! Was für einen Freudensprung ich gemacht habe, als ich das erfuhr. Und vor allem war das einer der schönsten Bestätigungen, dafür, dass ich alles richtig gemacht habe.

Zusätzlich wird auch Kevin Devine, ebenfalls einer meiner vielgeschätzten und geliebten Singer-Songwriter, sein neues Album nächste Woche veröffentlichen. Mit diesem Album wird er mit seiner Band auch auf US-Tour gehen und ich werde dabei sein! Er spielt glücklicherweise in Detroit. Diese Stadt liegt direkt an der Grenze zu Canada. So hab ich es nicht ganz so weit. Ich freu mich schon sehr, das amerikanische Publikum zu erleben und Kevin endlich wieder mit Band zu sehen! ❤

Ich hoffe, euch in unregelmäßigen Abständen von meiner Reise und meinen (musikalischen) Abenteuern zu berichten. Und euch mit Fotos ein wenig Fernweh zu bereiten. 😉

All the best and take care!

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Get lost in the city of Toronto! (Foto: Doro)

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