„Was für eine geile Sau!“

Greg Macpherson. Es dürfte im letzten Jahr gewesen sein, als er mir zum ersten Mal begegnete. Ich weiß noch, dass ich mich zum Grünen Jäger in Hamburg begab. Nein, nicht für das stattfindende Konzert. Eigentlich. Ich wollte eben nur schnell jemanden etwas überreichen. Und wenn ich mich richtig erinnere, dann hat mich diese Person dazu überredet, mir das Konzert anzusehen. Spielen sollten Imaginary Cities. Und was soll ich sagen? Minuten später fand ich mich auch schon im Club wieder. Ich hatte im Vorfeld den Namen Greg Macpherson gelesen, aber mich nicht weiter mit seiner Musik beschäftigt. So hoffte ich, dass der Support kein Reinfall wird, was man an anderen Abenden ja auch schon alles erleben durfte.

Irgendwann betrat ein gutaussehender Herr die Bühne. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch nicht wirklich in „Konzertlaune“, was sich aber schnell ändern sollte. Greg fing eher ruhig an. „Ganz nett.“ dachte ich mir. Aber nach und nach zeigte er uns seine Stimmengewalt in voller Pracht. Bäm! Mein Herz machte hier und da einige Aussetzer, weil ich so fasziniert von ihm und seiner Stimme war. Ja, okay: Ich hatte mich verliebt. „Ganz nett.“ war aus meinem Kopf gestrichen. Stattdessen wurde es durch “Was für eine geile Sau!” ersetzt. Man ertappte sich irgendwann dabei, dass man nicht mehr die Augen von ihm lassen konnte. Es war, als ob er einem in seinen Bann zog und man nun lebenslänglich ein Greg Macpherson- Liebhaber bleiben wird. Und was soll ich sagen? Ich bin es noch immer. Und das wird sich wohl nie mehr ändern!

Umso mehr freute es mich, dass der Herr erneut einen Abstecher nach Deutschland machte. Zum Hamburger Molotow  verschlug es ihn. Und mich. Dieses Mal hatte er seinen Schlagzeuger Rob dabei. Leider fanden sich nur sehr sehr wenige in der Bar ein, aber das schien Greg nicht sonderlich zu stören. Ganz im Gegenteil. Er betonte immer wieder, wie gerne er in Deutschland, bzw. Hamburg spielen würde. Und man glaubte es ihm aufs Wort!

Mit großen Augen verfolgte ich diese atemberaubende Show. Greg hatte zwar nur sehr wenig Platz auf der kleinen Bühne, nutzte diese aber bewegungstechnisch sehr gut aus. Zwischendurch wurde aber auch die Fläche vor der Bühne genutzt. Und da war es wieder: Dieses Gefühl, dass man ganz und gar versinkt. Dieser Bann. Ich könnte diesem Mann stundenlang zuhören- ohne Witz! Und mit Rob am Schlagzeug bekam alles noch viel mehr Stärke. Viel mehr Rückendeckung.

Das Publikum war hungrig und forderte Zugaben- Wir wurden gesättigt.

Mir tut es nur immer sehr im Herzen weh, wenn Musiker vor 10 oder 15 Leute spielen. Ja, geht doch lieber zu einem Niels Frevert oder so- aber mittlerweile ist mir das zu langweilig geworden. Glatte Stimmen. Musiker, die nur auf einem Fleck stehen bleiben & ihre Lieder runtersingen. Nein, danke. Das muss ich nicht mehr haben. War das jetzt ein Diss? Nein, ganz und gar nicht. Nur meine Meinung. Niels Frevert war auch nur ein Beispiel, weil er am selben Abend in Hamburg spielte. Ich könnte da also noch sehr viele andere Namen einsetzen. Werde ich an dieser Stelle aber lieber lassen, eh sich noch jemand persönlich angegriffen fühlt.

Nach dem Konzert machte ich mich noch kurz zum Merchtisch auf. Mit einem breiten Grinsen wurde ich empfangen. Danach folgte ein leichter „Was? Du willst mir tatsächlich eine CD und eine Vinylplatte abkaufen?!“- Blick. Ein sehr herzliches und offenes Völkchen, die Musiker aus Canada.

Einen Tag später schrieb ich Greg an, ob er mir nicht ein paar Fragen beantworten möchte. Und das wollte er tatsächlich!

Vielen Dank dafür, Greg! Und falls du bei deinem nächsten Abstecher nach Hamburg auch mal in einem Wohnzimmer spielen möchtest: Hier! Die Tür steht dir jederzeit offen!

Some words about…

Fanfarlo

I liked their road manager and sound man, both really nice dudes. We played three shows with them in Germany and the last one, in Munich, was special for me because the crowd was filled with Italian tourists and at least half of Munich’s university womens volleyball team.

Imaginary Cities

These are friends of mine from Winnipeg, the city I live in back in Canada. They worked out a cover of one of my songs recently and it sounded great. Rusty, the person who writes their songs, is a very funny and good guy, he even has a brand of ketchup named after him in Canada. Hilarious and weird.

Grand Hotel van Cleef

René Ewertz and Danny Simons book all of my German tours. They are incredibly hard working and generous people who somehow find a way to consume enormous quantities of Canadian whiskey in very short periods of time. I love these guys.

Winnipeg

Winnipeg is a strange, ugly and beautiful city of 700,000 located at the centre of Canada about 1 hour’s drive north from the US boarder. I’ve lived here on and off for about 25 years. It’s a young city, founded by English and French colonizers about 150 years ago. Colonization, harsh winters and broken dreams have defined this town for generations… It’s a good place to write songs.

Rob Gardiner

Rob is one of my best friends. At home he’s a much saught after drummer, a student of film and literature and an accomplished track athlete. I think he has aspirations of becoming a shipping magnate, running a large pharmacutical corporation or being a kept man… not sure.

the tour in Germany

This was the best tour I’ve had in a long time. Amazing! I love this country so much… your beer, your people, your language, the streets of Marburg, the horses in Giessen, the dom in Cologne… I would tour Germany every few months if I could.

the first show you ever played

I played a show with my first band on May 14th, 1994 at a venue called the West End Cultural Centre in Winnipeg. It was a strange rock band called the Apartments and I wore very high 1990’s style pants and played a white Squier Stratocaster guitar through a Yamaha solid state amplifier and no pedals.

your biggest mistake on stage

I drank absinth at a show in Germany in 2007 and I don’t really remember much about that performance… I think otherwise my shows are always unpredictable and things can go well or not and that’s part of the excitement, rock and roll music is about unpredictablity and danger, mistakes are just part of the ride.

your future plans, when you were a child

I wanted to be a plummer.

the biggest compliment for your music

Steve Earle once said he thought my songs were ‚fantastic’… that was pretty cool.

things you can´t live without

Music, chocolate, women, friends, cats, the ocean, Fydor Dostoevsky

your strengths

I can sing really loud and I can drive for countless hours without getting tired or falling asleep at the wheel. I can walk on my hands if I need to and my wrist shot is reasonably accurate for someone who played so little hockey as a child.

your weaknesses

Music, chocolate, women, friends, cats, the ocean, Fydor Dostoevsky

being on tour

I would stay on tour forever if I could figure out how to do it. So much fun.

GREG MACPHERSON:

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