„Alles sehr sinnbeladen und doch so offensichtlich.“

"to be strong"- Eva & ihr Beatsteakstattoo.

Hier kommt der vorletzte Teil unseres zweiten Umfragenversuches. Dieses Mal mit prominenter unterstützung von Donots-Sänger Ingo. Hoffentlich seid ihr noch nicht müde von den ganzen Meinungen zum Thema Bandtattoos! Viel Spaß beim Lesen!

EVA: „Ja, ich habe ein Band-Tattoo. Es war auch mein erstes. Ein relativ simpler Schriftzug – „to be strong“. Das ist ja ein Lied von den Beatsteaks. Ich liebe nicht nur diese Band und das Lied seit Jahren, ich finde auch die Aussage super. Jeder muss mal stark sein. Und in manchen Situationen konnte ich schon Kraft daraus schöpfen. Außerdem verbinde ich mit den Beatsteaks nicht nur eine Band die tolle Musik macht, sondern viele wundervolle Erinnerungen und durch sie habe ich seeeehr viele, inzwischen für mich wichtige, Menschen kennengelernt (nicht wahr, Ara). Und ohne die hätte ich nicht ganz viele andere kennengelernt, und so weiter…im Prinzip stellt das Tattoo für mich mehr als diese Aussage, diese Band dar.

Genau deshalb bereu ich es auch knapp zwei Jahre nachdem ich es mir hab stechen lassen kein bisschen, es getan zu haben. Auch wenn ich mittlerweile viel weniger Beatsteaks höre und nicht mehr so extrem „heiß“ auf ihre Konzerte bin.

Ich bin mir sicher, in nächster Zukunft werden noch ein paar Band/Künstler-Tattoos folgen.“

ALISA: „Also ich habe aktuell 4 Tattoos, die haben eigentlich alle was mit der Musik die ich gerne höre zu tun. Mal mehr, mal weniger.

1. Tattoo – Totenkopf mit Herzaugen auf dem rechten Oberarm: Der ist das Logo von Adeline Records. Die Plattenfirma gehört Billie Joe Armstrong, seines Zeichens Sänger von Green Day. Allerdings habe ich mir den Totenkopf nicht wegen Green Day oder Billie Joe stechen lassen, sondern weil ich mit 14 Jahren (der Zeit, wo ich angefangen hatte Rockmusik, bzw. vorwiegend Musik mit Gitarren zu hören) beschlossen hatte, dass ich diesen Totenkopf eines Tages mal als Tattoo haben will, weil der mir so unglaublich gut gefallen hat. Allerdings wissen die Green Day- Insider natürlich immer für was dieser Totenkopf steht.

2. „d“ hinter dem rechten Ohr: Mein kleines „d“ (welches gerne auch mal als Handy abgestempelt wird) habe ich mir im Dezember 2010 machen lassen. Der Grund dafür ist, dass ich in den Donots einfach meine absolute Lieblingsband gefunden habe. Super Jungs, super Musik und ich weiß gar nicht, was ich zu denen noch groß sagen soll. Jedenfalls erinnert mich das „d“ an das gute Jahr 2010, wo der ganze Wahnsinn einen Anfang genommen hat und ich auch meine Reisetruppe kennengelernt habe.

3. Smiley mit Schriftzug „Big Attack“, rechter Oberarm kurz vor dem Ellbogen: Der Smiley war eine eher spontane Angelegenheit. Eigentlich wollte ich den daheim machen lassen, aber er wurde dann doch spontan in Berlin gestochen. Der Smiley stammt von dem 2011er Tourshirt der Beatsteaks. „Big attack“ ist einfach mein absoluter Lieblingssong der Band und der durfte deshalb auch nicht fehlen.

4. „Coma Chameleon“ + Schriftzug, linker Oberarm, Innenseite: Mein neustes Tattoo ist das „Coma Chameleon“ vom gleichnamigen Donots- Album, welches 2008 auf den Markt kam. Dazu habe ich mir im Dezember 2011 von Ingo, dem Sänger, ein Songzitat von „Who you are“ aufschreiben lassen. Ich liebe seine Handschrift einfach! Die Zeile lautet „A brandnew beat for the same old heart!“ und der Satz sagt alles, was ich noch zu dieser Band sagen muss.

Bisher bereue ich keins meiner Tattoos. Fragt sich zwar, wie das mal in 10-20 Jahren aussieht, aber das ist mir jetzt relativ egal.“

MARCEL: „Ich besitze bisher leider noch kein Bandtattoo, da mir andere Motive im Moment einfach wichtiger sind, dass sie verwirklicht werden. Meine fehlende Entschlussfreudigkeit, welches Motiv/welche Band es denn letzten Endes werden soll, trägt sicher auch ein wenig dazu bei.

Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit wird da aber auch noch etwas dazukommen wenn ich meine anderen Ideen gestochen bekommen habe. Ebenso wahrscheinlich ist es, dass das Tattoo dann einen Die Ärzte-Bezug hat. Und ob es dann bei dem einen bleibt möcht ich mal lieber nicht beschwören.

Denn wie heißt es so schön: Diese eine Liebe wird nie zu Ende gehen!“

THOMAS: „Nein, ich besitze kein Bandtattoo. Momentan kann ich mir auch nicht vorstellen, mir das Logo einer Band stechen zu lassen. Viel eher würde ich dafür den Schriftzug meiner eigenen Band verwenden, da diese auch wirklich etwas ist, womit ich mich zu 100 % identifizieren kann. Bei Bands, die ich höre, ist oftmals das Problem, dass ich das eben nicht komplett kann. Bei Dingen wie T-Shirts, Buttons oder Aufnähern ist das nicht so wichtig, da man seine Kleidung auch wechseln kann, aber ein Tattoo bleibt nun mal bis zum Lebensende. Da muss es schon wohlüberlegt sein, was man mit 50 Jahren noch auf seiner Haut lesen möchte.

Was für mich eher in Frage käme, wäre, eine mir persönlich wichtige Textzeile stechen zu lassen, da es bei so etwas auf die Worte ankommt und nicht auf den, der sie ausspricht. Trotzdem würde ich nicht sagen, dass ein Bandtattoo für mich niemals in Frage käme. Ich könnte es mir momentan einfach nicht vorstellen.“

Ingo. Foto: Eileen, Lieblingstape

INGO (Donots): „Ich bin ja grundsätzlich großer Fan von Tätowierungen jedweder Art, wenn die einem viel bedeuten und man sich die nicht aus jugendlichem Leichtsinn stechen lässt, ohne sich der Tragweite (im doppelten Wortbedeutungssinn) bewusst zu sein. Ich selbst besitze ein paar Bandtätowierungen, aber eben alle mit dem Twist, dass die für mich persönlich wertvoller werden durch zusätzliche Sinngebung – über ganz platt nur dem Namen der Band oder des Songs oder so – hinaus. Ich besitze auf meinem linken Arm den Schriftzug „true faith“, welches einer meiner all-time fave Songs von New Order  ist. Nicht nur, weil ich Band und Song mag, sondern weil ich die Wortbedeutung gut finde und die sich gut auf ein Leben abbilden lässt, welches ohne Religion aber mit Überzeugung auskommt. Auf dem anderen Arm besitze ich darüber hinaus den Maiskolben des Against the Grain- Covers von Bad Religion. Ehrerbietung für eine meiner Lieblingspunkrockbands, sicherlich. Aber eben auch ein gutes Sinnbild für das „alternative-Wege-gehen“, gegen den Strom quasi. Und ich mag das Bild als Sinnbild für das aufblühen von etwas großen, von Kreativität. Warum ich den Donots- und den Solitary man records- Schriftzug tätowiert habe, dürfte indes klar sein! Dazu gesellen sich noch diverse Jugendstilbilder und ein Notenschlüssel mit 4/4 Takt daneben hinter meinem Ohr. Sinnbild für den straighten geradeausgehenden Beat der Musik und natürlich damit die Fokussiertheit und das nach-vorne-Schauen und die Marschrichtung im Leben… alles sehr sinnbeladen und doch so offensichtlich, gell?“

ALEXANDRA: „Also ich habe keins. Würde mir auch keines machen lassen, weil ich in Sachen Tattoos sehr vorsichtig bin, weil es wirklich was für die Ewigkeit ist. Bandlogos kommen für mich definitiv nicht in Frage, da sie nicht individuell genug sind.

Das einzige was ich mir vorstellen könnte, wäre gegebenfalls in einem Tattoo, welches mehrere Sachen verbindet, meine Lieblingsband einzubauen. Das wäre aber nicht offensichtlich für jeden, sondern tiefgründiger durchdacht.“

Punkt.

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  1. Tätowiert. Na und? « Lybe – Eine Liebe zur Musik. Punkt. - 3. September 2012

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