Umfrage Teil I: „Es ist die Leidenschaft, die treibt.“

Lybe und Lieblingstape machen gemeinsame Sache! Konkurrenten? Von wegen!

Wie kam es eigentlich dazu? Eileen (Lieblingstape) war zu Besuch in Hamburg. Der Grund dafür: Ein Konzert von Jupiter Jones. Nachdem wir kurz im Audiolithbüro shoppen waren, standen wir noch etwas vor dem Eingang zur U-Bahn Haltestelle Feldstraße. Und schnell kam man wieder auf das beliebte Thema Musik & Konzerte.

 „Und wo gehst du als nächstes hin? Echt? Hast du die nicht schon 25- Mal im Jahr gesehen? Was denken wohl die Musiker und generell andere Leute darüber? Halten die einen für bekloppt oder können sie uns wenigstens etwas verstehen? Lass mal eine Umfrage machen!“ „Okay!“

So in etwa lief das ab.

Wir schickten die Frage: „Ey, was hältst du persönlich von den Leuten, die mehrere Konzerte einer Tour besuchen?“ an Musiker, aber auch an Menschen, die mindestens genauso gerne auf ein Konzert gehen wie wir. Vielleicht nicht ganz in dem Ausmaß, wie wir das teilweise betreiben. Einige Antworten mussten wir auch etwas kürzen. Wir bitten um Verständnis bei den Leuten, die mitgemacht haben. Aber ein herzliches „DANKE!“ geht an euch raus! Und nun: Viel Spaß mit dem ersten Teil!

Marcel: „Ich finde es absolut in Ordnung auf mehrere Konzerte eines Künstlers/ einer Band zugehen. Es ist halt eine Art Hobby wie andere Leute zum Fußball gehen, sich mit anderen Sportarten die Zeit vertreiben, ständig ins Kino gehen, sich einfach nur mit Freunden treffen zum schnacken… Ich könnte die Aufzählung ewig weiterführen. Der Unterhaltungswert den dieses mittouren hat ist ja auch nicht zu verachten. Neben dem schönen Musikprogramm das einem geboten wird lernt man ja auch viele neue Leute kennen. Und Freunde in andern geografischen Lagen zu haben ist immer von Vorteil wenn man mal irgendwo einen Pennplatz braucht.“

Torsun (Egotronic): „Ich freue mich über die treuen Fans. Und falls mir so was auffällt, habe ich in der Regel versucht es mal so einzurichten, dass man mal einen Drink zusammen nehmen kann. Einige Leute habe ich so schon kennengelernt.

Rico: „An sich kann ich Leute total verstehen die mehrere Konzerte von ihren Lieblingskünstlern sehen. Da ich ein großer Musikfan bin, gehöre ich auch dazu.  Ich finde jedoch, dass man mit der Livepräsenz eines Künstlers nicht inflationär umgehen sollte. Vor allem wenn es sich um eine aktuelle Tour handelt. Es ist an sich dann doch jeden Abend das gleiche und die Künstler bringen im Großen und Ganzen dieselben Gags. Leider gibt´s heutzutage mehrere Bands die Ihr Standardding abziehen. Nichtsdestotrotz (was für ein wundervolles Wort) ist ein Livekonzert eine der besten Sachen die es gibt.“

Herrenmagazin, Münster

Jan Windmeier (Turbostaat): „Am Anfang konnte ich das gar nicht glauben und verstand nicht so ganz wie man sich gefühlte 100-mal im Jahr die gleiche Band angucken kann. Zumal wir zum Beispiel auch häufig das gleiche Set mit kleinen Variationen spielen. Aber im Grunde ist es ja immer das gleiche. Ich vermute, dass es dabei aber auch darum geht andere Menschen zu treffen, die sich über unsere oder andere Konzerte kennengelernt haben. Sebastian hat zum Beispiel schon extrem viele Konzerte von uns mitgenommen. Und auf die Frage warum er das tut, hat er geantwortet, dass er sich auch die Städte anschaut, in denen wir spielen. Wir sind diesen Menschen sehr dankbar, weil sie sich ein sehr teures Hobby ausgesucht haben  und im Endeffekt dafür sorgen, dass der Club ein Stückchen voller ist. Ich hoffe einfach, dass wir diese Menschen auch beim x-ten Konzert nicht langweilen.“

Sven: „Für mich persönlich ist es unverständlich. Es gibt einige Bands, die ich sehr gerne mag und von denen ich auch Konzerte besuche. Mir würde allerdings im Traum nicht einfallen mehr als maximal 2 hintereinander zu besuchen, denn letzten Endes sind die Konzerte ja nahezu identisch. Das wäre mir den organisatorischen Aufwand, die Zeit und auch das Geld nicht wert. Gerade das Letzte ist entscheidend, da Konzerte nicht billig sind. Mir würden Verwendungsmöglichkeiten einfallen, die aus meiner Sicht sinnvoller sind.“

Für ClickClickDecker und Petula kann man das machen!

Mona: „Grundsätzlich finde ich es absolut nachvollziehbar auf mehrere Konzerte einer Band innerhalb einer Tour zu gehen. Da ich noch ziemlich jung bin kann ich das leider noch nicht im großen Maße machen. Werde aber, wenn ich 18 bin, auf jeden Fall alles nachholen. Klar ist es immer auch eine Kostenfrage (Zug/Sprit+Karte+Übernachtungsmöglichkeit), aber ich meine: Andere Leute haben andere Hobbies für die sie viel Geld ausgeben. Von meiner Familie und auch von Freunden werde ich immer ziemlich schräg angeschaut, wenn ich sage, dass ich schon wieder auf ein Konzert zu der und der Band gehe. Sie meinen immer, dass es ja doch jedes Mal das gleiche sei und irgendwann langweilig wird. Das finde ich aber nicht, weil 1. eine Band ja auch öfters die Setlist ändert und andere Songs spielt und 2. kommt es auch immer auf das Publikum und die Location an. Und jeder Konzertabend ist einfach einmalig. Wenn irgendwas gut ist dann das hier!“

Achim Erz (Schlagzeuger bei Bernd Begemann & Die Befreiung): „Wenn wir auf Tour sind müssen wir eigentlich nie dieselben Gesichter ertragen, sondern immer andere. Wenn welche da sind… Also, was Bernd angeht ist das toll wenn ich Menschen sehe die total beglückt sind. Ich habe schon welche weinen sehen, aber wahrscheinlich nicht wegen mir sondern eher wegen Bernd. Schlimm sind Leute die vorne stehen und die Arme verschränken oder was essen. Wenn Menschen uns hinterherfahren würden fände ich das toll. Ich kann gut verstehen, wenn man so was macht. Das muss auch nicht nerdig sein sondern einfach mit Liebe zur Musik zu tun haben.“

Achim Erz

Jasmin (Lybe): „Alles Mögliche wurde mir bereits an den Kopf geworfen: „Freak“, „Groupie!“ oder ein simples „Du bist doch bescheuert!“ Und? Hat es mich von irgendetwas abgehalten? Nein! Und das ist auch gut so… Ich erinnere mich an das Jahr 2006. Jemand brachte mir Tomte näher: „Hier, hör doch mal rein. Die spielen Ende März im Postbahnhof in Berlin. Kommst du mit?“ Ich danke dieser Person bis heute. Das Konzert war unglaublich gut. Seitdem begann ich, meinen Musikgeschmack zum positiven zu verändern & verschrieb mich der Musik. Von Jahr zu Jahr wurden es mehr Konzerte und Lesungen, die ich besuchte. Mal bin ich spontan zu Olli Schulz nach Augsburg gefahren, das andere Mal ging es für ClickClickDecker nach Künzelsau. Städte, in die ich sonst wohl nie gefahren wäre. Mittlerweile „verscheuere“ ich auch meinen Urlaub für eine Tour. Und ich mache es gerne! Klar: Es kostet wahnsinnig viel Geld. Das streite ich nicht ab. Aber dafür gehe ich tagtäglich arbeiten, um mir das leisten zu können. Und: Wenn man einige Konzerte einer Tour besucht, wird es nicht langweilig. Ganz im Gegenteil! Jede Reise, jede Stadt, jeder Club und jeder Auftritt hat etwas Besonderes an sich. Das ganze Drumherum macht es zu einem riesigen Abenteuer(spielplatz). Kurz gesagt: „Es ist die Leidenschaft, die treibt.“

Fortsetzung folgt….

John K. Samson, Hamburg

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