Tag 5: „Magdeburg liegt halt irgendwie dazwischen.“

ClickClickDecker & Petula in Magdeburg, Riff

7.30 Uhr. Mein erster Gedanke:“ Nein, ich will nicht nach Magdeburg. Bitte nicht!“ Aber es nützte alles nichts. Ausgecheckt. Die Sonne schien, der Himmel blau. Ab bis Stuttgart, umgestiegen und nach über 6 Stunden bin ich auch endlich angekommen. Der Himmel verdunkelte sich sichtlich, drückende Hitze. Vorteil: Das Hotel lag direkt am Hauptbahnhof.

Eingecheckt. Gammelei im Hotelzimmer. Da ich die Karte reserviert habe, wusste ich natürlich nicht, wann überhaupt Einlass ist. Gewitter und Regen. Ich schaute mir das aus sicherer Entfernung an. Mit den Füßen auf der Fensterbank, guter Musik und den Blick auf die Leute, die dem Regen schnellen Schrittes entkommen wollten. Aber das große angekündigte Unwetter blieb an dieser Stelle Magdeburgs aus. Kurz vor 19 Uhr machte ich mich auf den Weg.

Die Luft war spürbar entladen. Während ich die Straße zum Club folgte, kam mir in den Sinn, dass ClickClickDecker im Jahre 2009 mit seiner Band ebenfalls in Magdeburg spielte. Im Projekt 7- von den coolen Studenten nur P7 genannt. Es war ein kleines Desaster.  Viele technische Probleme, das Publikum eher desinteressiert. Ein mittelmäßiges Konzert. Auch andere Konzerte in dieser Stadt waren bisher immer eine „kleine“ Katastrophe. Deswegen bahnte sich die Angst den Weg in mein Blut.

Aber ich versuchte optimistisch zu bleiben.

Rein in den Club. Tischsitzgruppen. Raucherclub. Die Luft: Stickig und verqualmt. Ekelhaft. Und nebenbei noch immer diese zähe Erkältung, die in den letzten Tagen wieder zugenommen hat. Herzlichen Glückwunsch. Platz hinten gesucht. Barhocker, direkt neben dem Merchtisch. Die Zeit kroch so dahin. Petula betrat die kleine Bühne. Leider war der Sound nicht der Beste, jedenfalls im hinteren Teil. So konnte man leider kaum verstehen, was er zwischen den Songs erzählte.

Foto: Julian Reinecke

Das Publikum war auch sehr redselig und schenkte ihm nicht die volle Aufmerksamkeit. So musste man eher anderen Leuten bei ihren Gesprächen zuhören. Es kam mir so vor, als Petula nur die passende Begleitmusik lieferte. Aber vielleicht sah es vorne ganz anders aus, ich weiß es nicht.

Ich überlegte die ganze Zeit, ob ich nicht eher an die frische Luft oder

Foto: Julian Reinecke

komplett zum Hotel zurückgehen sollte. Die Luft setzte mir doch sehr zu. Trotzdem durchgezogen bis zum bitteren Ende. Ich kann leider nicht viel zum Auftritt sagen, weil ich einfach zu wenig mitbekommen habe. Leider.

Danach Click. Während der Umbaupause wurden Gott sei Dank die Fenster im hinteren Bereich aufgerissen. Als Nichtraucher bekommt man auf Dauer schon leichte Probleme damit.

Die Fenster wurden wieder geschlossen, Kevin und Oli betraten die Bühne.

Und siehe da: Das Publikum war überwiegend aufmerksam. Im vorderen Bereich gab es eine kleine Gröhlgruppe, die auch Kevin nicht verborgen blieb. Nachdem er eine Frage ans Publikum stellte und nur die Typen lautstark darauf antworteten, meinte er, dass er sich auch mit den restlichen Leuten unterhalten möchte. Mit der Bitte, das nicht falsch zu verstehen.

Auch bei den Ansagen von Kevin bekam ich nicht viel mit. Es kam alles sehr verschwommen an. Jedenfalls meinte er, dass sie etwas kaputt von der langen Fahrt wären (Willkommen im Club!), aber sich beim Tischtennis wie 14jährige benommen hätten und wild um die Tischtennisplatte rannten.

Foto: Julian Reinecke

Ansonsten kann ich wirklich nicht viel sagen. Alles, was um mich herum passierte, lenkte ab. Außerdem wurde es auf dem Barhocker immer unbequemer.

Magdeburg war mittelmäßig. Für mich. Wahrscheinlich lag es nur am Sitzplatz, der stickigen Luft und dem Sound. Das spielt alles eine entscheidende Rolle.

Ich trabte zurück zum Hotel, stellte den Wecker um 7.20 Uhr und schlief relativ schnell ein.

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