Studiotagebuch mit SÆNDER!

Zugaben. So heißt unsere neue Kategorie, wo alles reinkommt, was nichts mit Interviews oder Rezensionen zu tun hat. Nein, hier darf der Musiker selbst das Ruder übernehmen und wir lehnen uns zurück und genießen!

Als ich im letzten Jahr noch bei einem anderen Musikblog untergebracht war, entstand die Idee, Musiker zu fragen, ob sie vielleicht Studio- oder Tourtagebuch führen möchten. Zum Beispiel berichtete uns der grandiose Petula über die gemeinsame Tour mit der Band Hundreds (vielleicht werden wir diesen talentierten Mann auch wieder dazu überreden!) und auch Sænder war sofort dabei, als es hieß: „Studiotagebuch? Klar!“ Leider verlief diese Sache irgendwann im Sand… Aber: Neues Jahr, neuer Anfang! Nun wird es in regelmäßigen Abständen etwas darüber zu lesen geben, wie die Aufnahmen zu seinem Album im Songparkstudio laufen und überhaupt. Man darf gespannt sein! Und ab geht es!

„HOT HOT HEAT“,

hieß, glaube ich, der letzte Eintrag im letzten Jahr, ungefähr zur gleichen Zeit und es war genauso drückend.

Der richtige Tag für einen Neuanfang: Der heißersehnte Startschuss im Songparkstudio!

Ja, endlich ist es soweit und da ist ja auch einiges passiert. Dazu später mehr…

Ich habe das schon bei vielen gehört und bei mir ist es auch so: Wenn man einen Song/Text oder im besten Falle beides zusammen schreibt und denkt er ist fertig, dann möchte man ihn am liebsten gleich so aufnehmen wie er im Kopf ist, damit man den Bezug zu ihm nicht verliert. Den magischen Moment, wo es aus einem raus kommt. Jetzt, mit Abstand betrachtet, freue ich mich festzustellen, dass es doch ganz gut ist, dass sie ein bisschen geruht haben. Man versiert, reflektiert und beim Demo hören wurde mir dann auch klar: „Ja, so würde ich das jetzt auch noch beschreiben.“ Und es fühlt sich gut an, dass wirklich nur die Songs auf das Album kommen, die ich jetzt noch genauso fühle. Drei neue sind dabei, die ich in den letzten Wochen geschrieben habe und ich brenne dafür! Scheint ja dann doch genau JETZT, ohne es geplant zu haben, der richtige Zeitpunkt zu sein.

Dann mal Prost!

Und was so dazwischen geschah:

Einige Touren sind geplant und jede Menge Arbeit bewältigt worden, um jetzt Luft zu haben. Kingkalk-booking hat im Songpark ein neues zuhause. Dort sind einige tolle neue Alben aufgenommen worden, die dieses Jahr erscheinen werden.

Und natürlich noch einiges mehr! Das gehört hier aber jetzt nicht hin.

Aber den letzten Studioeintrag vom 13.8.2010 möchte ich euch nicht vorenthalten. Der drückt das schon ganz gut aus, wie es zu dem Zeitpunkt war.

STUDIOEINTRAG, 13.8.10

Wie habe ich doch gerade erst einem Film entnommen:

Manchmal sind die Dinge eben schwierig. Das ist immer so, man darf nur nicht aufgeben!

Der shot kommt, der shot geht, von shot to shot.

Hallo zusammen,

ja, das klappt ja alles super mit dem Tagebuch.

Aber es gab auch wirklich nicht viel zu berichten. Da lag viel zu viel Frust in der Luft, über den ich nicht berichten wollte.

Als erstes musste ein neuer Rechner her (das hat aber nichts mit dem Frust zu tun) und das dauerte ja auch erst mal, bis das wieder alles lief. Jetzt ist aber alles wieder top!

Der Frust kam viel mehr daher, dass man erst mal die ganzen Hürden überwinden und den Arsch am kacken halten muss und der Song dann erst mal auf der Strecke bleibt. Dazu kommt dann die wenige Zeit, die ich im Studio habe, wo man dann auch noch frustriert ist, da nicht alles auf Anhieb klappt und sich selbst blockiert.

Und in so einer Situation wünsche ich mir schon manchmal den fetten Deal mit der Kohle (um den ich mich nie gekümmert habe), um sich mal für ein paar Wochen ganz der Musik zu widmen und nicht immer zeitgleich die ganzen Baustellen und die nächste Rechnung im Kopf zu haben. Aber dafür habe ich mich nun mal entschieden und ich bleibe wohl auch erst mal dabei alles selbst zu bestimmen und in der Hand zu haben. Das ist der Anreiz jetzt erst recht ein Album rauszuhauen, wo ich mich finde und gut mit fühle, aber das liegt ja nicht alleine in meiner Hand. Ich bin aber froh, dass ich den Songs vertrauen kann und mit Henning Neuser und Songpark jemanden an der Seite habe, der mich ganz gut verstehen und lenken kann, damit ich mich nicht total verrenne!

So ist das und das wollte ich erst mal loswerden. Ab jetzt dann auch wieder regelmäßig! Nach den letzten Sessions bin ich sehr zuversichtlich und auf jeden Fall sind wir auf einem guten Weg.

Wie schrieb die Kölner Stadtrevué noch gleich: „Gut, dass es solche unverbesserlichen Typen gibt.“

Junkie go.

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