Petula im Interview: „Stichwort Karmaablösung!“

Wiederholungstäter Petula: Bereits 2009 war er als Support von ClickClickDecker dabei und sorgte für erstaunte Gesichter! Auch in diesem Jahr spielte er sich in die Herzen der Zuschauer und wird nicht so schnell in Vergessenheit geraten! Nach dem Konzert in Berlin erklärte er sich dazu bereit, einige Fragen zu beantworten. Vielen Dank dafür. Bereits zum dritten Mal.

Petula, wie war es denn für dich, als erneut eine Support-Anfrage von ClickClickDecker kam?

Ich habe mich total darüber gefreut! Kurz & knapp. Ich musste auch nicht lange Überlegen. Diese Livegeschichte und Art des Präsentierens, die sie durchs Land tragen. Das ist toll. Es war letztes Mal schon super und es war klar, dass es dieses Mal auch so wird: Die sind nett, mir gefällt die Musik und das Miteinander rumhängen. Im Großen und Ganzen habe ich mich auch sehr gut mit den ClickClickDecker-Fans verstanden.

Ist es denn etwas seltsam für dich, dass das Publikum bei deinen Auftritten sitzt?

Für mich und meine Musik ist es super. Auch wenn ich finde, dass es im ClickClickDecker-Set zum Beispiel ein paar Stellen gibt, wo es recht „tanzig“ wird. Aber im Großen und Ganzen finde ich, dass es bei ihnen auch sehr gut passt. Ich mag daran, dass bei den ruhigen Stücken keiner doof in der Gegend rumstehen muss. Stattdessen kann man sich zurück lehnen, wenn es nicht gerade Bierbänke sind! Und was ich natürlich sehr mag ist, dass die Leute weniger dazu neigen, sich während des Konzertes zu unterhalten.

Wie hast du die Songs ausgesucht, die du gespielt hast?

Ich wusste, dass ich auf jeden Fall ein paar neue Lieder spielen will. Ich hatte alte Ideen, die rumschwirrten, soweit ausformuliert, dass ich das Gefühl hatte, dass ich diese spielen oder auch ausprobieren kann. Dann Songs, die ich einfach gerne spiele, weil sie mir Spaß machen und weil die Erfahrung sagt, dass sie auch dem Publikum Freude bringen. Wie zum Beispiel Realgold oder Connect the dots. Ansonsten ist es wie immer: Ein bisschen nach Lust und Laune, was auch derbe nach hinten losgehen kann. Ich erinnere mich daran, dass ich in Bremen mit The wake angefangen habe. Diesen Song kann ich eigentlich im Schlaf spielen, aber den habe ich total verbockt. Da ging einfach gar nichts mehr! Es ist eigentlich leichter zu sagen, welche Lieder ich nicht spiele, weil ich weiß, dass ich diese live nicht so umsetzen kann, wie sie es verdient hätten. Einige sind anfälliger für Fehler oder vertragen Fehler schwerer als andere. Von dem Tape Elephant Dresses zum Beispiel der Song Home little one. Der ist sehr zart und kann schnell umkippen.

Deine Highlights der Tour?

Für mich war Münster das Highlight! Es floß einfach so wunderbar raus und rein. Es hat wahnsinnig viel Spaß gemacht! Selbst in den Momenten, in denen das letzte Stück des Sets komplett umgekippt ist, war es immer noch cool. Alle haben es angenommen und ich musste mir in dem Moment nicht blöd vorkommen. Es war eine wahnsinnig schöne Stimmung. Heute hat es mir auch sehr gut gefallen.

Wo lief es denn nicht so gut?

Hannover lief nicht so gut. Das Publikum wirkte sehr gezwungen in

Foto: Ralf Synowzik

seine Sitze und ich dann auch. Ansonsten fand ich auch Bremen schwierig, weil es eine wahnsinnige Distanz zwischen Bühne und Publikum gab. Also ich bin mir sicher, dass sie in meiner Erinnerung noch größer ist, als sie tatsächlich war.

Und was habt ihr vor den Konzerten erlebt? Was habt ihr so gemacht?

Wir haben uns entspannt! (Ha, das ist das Wort 2011!) Wir sind rumgefahren, sind spazieren gegangen, waren meistens früh im Bett und haben noch ein wenig Hotelfernsehen geguckt: Stichwort Karmaablösung! Während der Fahrt hat uns der zauberhafte Oliver Stangl fantasievolle und gesunde Ingwerkreationen zubereitet.

Wie sah denn das Feedback vom Publikum aus?

Super! Ich kann mich nicht beklagen: Ob nun bei kurzen Merchgesprächen, durch Applaus oder Kommentaren bei Facebook: Es war alles sehr schmeichelhaft.

Wie würdest du Kevin & Oli beschreiben?

Super Typen! Entspannte Typen. Es ist sehr, sehr angenehm, mit ihnen Zeit zu verbringen. Ich freue mich auf ein nächstes Mal!

Und wie sieht es derzeit bei dir aus? Kommt bald wieder etwas Neues aus deiner Richtung?

Petulastücke wachsen langsam in Form. Ich habe mir vorgenommen, diese im Sommer oder Herbst aufzunehmen und dann werde ich sehen, wie sie veröffentlicht werden. Ich würde jetzt gerade vom Gefühl her ein Petula- Album größer als bisher aufziehen. Also nicht alleine aufnehmen, sondern mir und anderen eine Platte gönnen. Aber zusätzlich dazu wird es noch den ein oder anderen Schnellschuss geben. Wie zum Beispiel die Polaroid- EP Guesses im letzten Jahr. Und ich nehme Ende Mai mit Kid Ikarus Stücke für eine Split-Veröffentlichung auf. Egal wie und in welchem Format: Sie wird am 29. September erscheinen! Denn an diesem Tag ist auch das Releasekonzert im Berliner Schokoladen. Die große Gala!

Wo du gerade schon bei der Polaroid- EP warst: Wie bist du darauf gekommen?

Es gab wieder Polaroids, die Schwarz- Weiß- Bilder möglich machten und ich habe gedacht, dass das einfach ein schönes Medium ist. Da der physische Tonträger mittlerweile nur ein haptisches Erlebnis ist und irgendwann eh auf dem Rechner landet, habe ich es von vorneherein so gemacht: Das Polaroid ist das Cover, ist Anfassbar, bringt den Schlüssel zur Musik, aber es ist nicht mehr als das. Dazu kam, dass ich diese Stücke für ein Kurzfilmfestival geschrieben habe. Und das war natürlich super, die Bilder damit zu verbinden.

Wird es denn auch mal eine normale CD geben oder wird das immer etwas speziell sein?

Ich glaube, das wird immer etwas speziell sein. Ich mag normale CDs einfach nicht. Sie sind für ein Autoradio immer noch praktisch, aber auch da gibt es mittlerweile MP3-Radios und so weiter. Es gibt einfach viel zu viele CDs, die wahnsinnig billig wirken. Auch wenn die Verpackung ganz schön ist, ist der eigentliche Tonträger nur eine Plastikscheibe. Und die sagt mir einfach nicht zu. Auch wenn es sicher einfacher wäre, die zu verkaufen, als ein Tape mit Downloadcode. Es ist nicht meins.

Danke dafür! Und ein weiteres Danke für die Guesses- Ep! Vier großartige Songs, die ins Herz & Ohr gehen.

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