Egotronic: Musik mit Herz und Verstand.

Die Feststellung, die einen immer wieder einholt: Mein Gott, wie die Zeit vergeht! Und so staunt man auch nicht schlecht, wenn man liest, dass es Egotronic nun schon seit 10 Jahren gibt!

Das ist auch für mich ein Grund, mal an die Zeit zurück zu denken, wie ich bei Audiolith Records gelandet bin und schließlich auch bei Egotronic .

Was Audiolith Records anging, war ich ein ziemlicher Spätzünder, wie man immer so schön sagt. 2008 war eher mein persönliches Grand Hotel van Cleef/Tomte– Jahr. Ich nahm dieses Elektro- Label nur nebenbei etwas wahr, ohne mich intensiver damit zu beschäftigen.

Dennoch zog es mich im April 2008 nach Berlin. Dort gaben sich Juri Gagarin & Bratze im ZMF die Ehre. Es hinterließ Eindruck und ich versuchte, etwas mehr über das dazugehörige Label zu erfahren. Man hörte bei einigen Künstlern rein, darunter auch bei Egotronic. Trotzdem wollte es noch nicht wirklich „Klick!“ machen und ich tourte stattdessen Tomte hinterher.

Foto: Jo Henker

2009 begann das ClickClickDecker– Jahr. Ich weiß noch, dass ich sie das erste Mal im Berliner Magnetclub auf der Bühne sah. Ich weiß, dass mir vor diesem Konzert Lars Lewerenz begegnete und ich dachte: „Was hat denn dieser Ghetto- Typ hier zu suchen?“ Aber kaum stand er auf der Bühne, sorgte er für reichlich Lacher und er wurde mir immer sympathischer. In mir stiegen immer mehr Fragen zum Label auf, sodass Herr Lewerenz vor dem CCD- Konzert in Magdeburg für ein Interview herhalten musste. Ein Mann, der sich auszudrücken wusste und alles andere als ein heruntergekommener Ghetto- Typ war. Es beeindruckte mich, wie viel Kraft er in diese Sache steckte und noch immer steckt.

Zwischendrin packten mich die Lieder von Egotronic und ich erwischte mich dabei, wie in den Alltagssituationen immer irgendwelche Songs dieser Truppe in meinem Kopf rumschwirrten und nicht locker ließen.

So wuchs mir dieses Label immer mehr ans Herz und mit diesem auch die Künstler. So wurde nicht lange überlegt und ich kam im November 2009 in den Genuss eines wunderbaren Audiolith- Festes in Berlin, Festsaal Kreuzberg. Mit dabei: Bratze, Juri Gagarin & Frittenbude.

22. Januar 2010. Der erste persönliche Kontakt mit Egotronic in Berlin. Es war kalt. Sehr sehr kalt. Die Straßen und Gehwege waren komplett vereist und ich machte mich bei diesem Wetter auf zum Rosi´s, wo ich mit Torsun für ein Interview verabredet war. 19 Uhr war der vereinbarte Termin. Aber… nichts passierte. Nach 19 Uhr klingelte ich und es wurde mir gesagt, dass Egotronic noch nicht da wären und so stand ich noch immer vor verschlossener Tür in der Kälte. Insgeheim verfluchte ich Torsun dafür und war kurz davor, mir einen warmen Platz zu suchen und das Interview ausfallen zu lassen. Aber nein, ich verharrte vor dem Club, bis sich einige dunkle Gestalten näherten: Egotronic.

Foto: Jo Henker

Ich folgte ihnen und dachte, dass ich mich etwas im Club aufwärmen könnte. Aber Pustekuchen: Die Temperatur änderte sich nicht und so wurde weiter gezittert. Torsun meinte, dass sie erst den Soundcheck machen müssten und danach dann das Interview. Er fragte, ob das okay wäre und ich hatte nichts einzuwenden. Netter Typ, dieser Torsun.

So kam ich bereits in den Genuss von zwei neuen Songs, die sich schon sehr gut anhörten. Danach das Interview. So ging es in den kleinen Backstageraum. Irrte ich, oder war das da drin noch kälter? Ein kleiner Heizlüfter stand zur Verfügung und als Torsun merkte, dass mir wahnsinnig kalt war, drehte er diesen kurzer Hand einfach in meine Richtung. Das Interview lief gut und auch KT&F und Endi gesellten sich später dazu. So schloss ich Egotronic in mein Herz.

Das Konzert war einsame Spitze. In diesem Club hätte man aber 20 Leute weniger reinlassen sollen. Aber nun gut, so hatte man es wenigstens schön warm!

Bereits im Juni 2010 gab es ein Wiedersehen. Dieses Mal im Hafenklang. Auch dort folgte bei bestem Wetter ein Interview mit Torsun & KT&F. Grundsympathische Typen, mit denen man eigentlich ohne Probleme alle zwei Monate ein Interview führen könnte.

Mich überkommt in unregelmäßigen Abständen eine regelrechte Egotronic- (Sehn-)Sucht. So lief ich eines Tages durch Hamburg und schrieb eine SMS an Lars: „Ist noch jemand im Büro? Ich würde euch nämlich gerne ein Shirt von Egotronic abkaufen wollen!“

2 Stunden später verließ ich das Audiolith- Büro mit einem Shirt von Egotronic.

Ich weiß gar nicht, woher diese plötzliche Sucht nach dieser Band kommt. Wenn sie da ist, wird eine CD (Ja, ich höre noch CDs!) eingeschmissen und aufgedreht. Dabei überkommt einen noch das Verlangen, sofort ein Konzert von Egotronic sehen zu wollen. Songs, wie „Raven gegen Deutschland“, „Lustprinzip“ oder „Ich kanns nicht sagen“ lauthals mitzusingen und den ganzen verdammten Alltagsstress über Bord zu werfen. Einfach diese Stimmung aufzusaugen und danach verschwitzt, aber glücklich den Heimweg anzutreten.

Es ist immer etwas schade, wenn man erst sehr spät auf gute Bands stößt und man sich denkt: „Warum zum Teufel habe ich die nicht eher entdeckt?“ Aber wie sagt man so schön: Besser spät als nie!

Egotronic kann man textlich zum Beispiel nicht mit Bratze vergleichen. Egotronic haben keine verwinkelten Texte. Eher einfache, aber nichtsdestotrotz mit einer Botschaft dahinter. Größtenteils. Es ist kein dumpfer Elektroschrott. Nein, ganz im Gegenteil. Es ist Musik mit Herz & Verstand.

Natürlich ecken sie auch hier und da bei einigen Leuten an. Besonders der Song „Raven gegen Deutschland“ stößt einigen auf. Andere Leute hingegen achten weniger auf die Texte und konzentrieren sich dann doch eher auf den Beat. Kann man machen, muss man aber nicht.

Eine Band, die spaltet. Entweder:

Egotronic- Liebhaber.

Oder:

Egotronic- Hasser.

Dazwischen gibt es scheinbar nichts.

Ich oute mich hiermit als waschechte Egotronic- Liebhaberin!

Punkt.

2001 gegründet.

Und nun wird in diesem Jahr der 10te Geburtstag mit zwei riesigen Galas in Hamburg (Uebel & Gefährlich) und Berlin (Festsaal Kreuzberg) gefeiert! Das wird der absolute Wahnsinn! Besorgt euch noch schnell eine Karte für dieses Spektakel und stoßt mit reichlich Bier auf den runden Geburtstag an! Neben Egotronic werden sich u.a. auch Jeans Team und Escape Hawaii die Ehre geben. Man kann jetzt schon davon ausgehen, dass das großartige Parties werden!

13.5. Hamburg, Uebel & Gefährlich
14.5. Berlin, Festsaal Kreuzberg

Details dazu findet ihr hier und hier!

Karten für Hamburg könnt ihr direkt im Audiolith-Büro abholen: Neuer Kamp 32. Und bitte Bier mitbringen!

Karten für Berlin könnt ihr beim Plattenhändler in Friedrichshain bekommen, Niederbarnimstr. 11!

BLOW YOUR MIND WITH GOOD MUSIC!

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