Tag 10:“Hamburg oder Osnabrück?“

Tag 10: Von Berlin nach Osnabrück.  

Nach einem erholsamen Schlaf in Berlin ging es mit gepackter Tasche erneut los. Jana und ich folgten zielstrebig den Weg zu unserem Lieblings- Cafe: Chagall. Gemütlich, großartige Bedienung und leckeres Essen! Was will man mehr? Wann hatte ich zuletzt eine warme Mahlzeit auf der Tour? Ich wusste es nicht! Und unsere Erkenntnis des Tages: Fanta wird aus echten Orangen hergestellt!Lecker!

Gestärkt ging es weiter zum Bahnhof. Nun stellte ich mir die Frage:

„Nach Hamburg oder Osnabrück? So ein kleiner Festivalauftritt könnte eigentlich ganz gut werden. Und man muss nicht sitzen.. Okay, ich fahre nach Osnabrück!“

Von Jana verabschiedet und schon fand ich mich im IC nach Osnabrück ein. Spontanität ist etwas Schönes. Mit dem Sparen kann ich auch am nächsten Tag anfangen.

Gegammelt wurde in der Wohnung von Miriam, ehe es zum Glanz & Gloria ging. Mich überzeugte es schon, dass dieser Club nur 10 Minuten zu Fuß entfernt lag.

Angekommen. Rein. Und nach 21.30 Uhr betrat Gregor McEwan mit Band die Bühne. Publikum: Unruhig.

Puh, was soll ich sagen? Es überzeugte mich nicht. Es kam einfach nichts rüber. Ein Teil der Band sah eher gelangweilt aus und es kam mir so vor, als ob sie am liebsten die Bühne verlassen wollten. Nein, es war überhaupt nicht mein Fall. Deswegen war ich auch froh, als dieser Auftritt nach etwa 1 Stunde zu Ende war. Vielleicht gebe ich Gregor McEwan nochmal eine Chance und schaue mir das hier in Hamburg an. Mal sehen! Wahrscheinlich würde ich es eher ohne Band bevorzugen.

Danach wurde die Bühne für Kevin & Oli geräumt. Abbauen. Aufbauen. Fertig. Ich war gespannt, wie dieser Auftritt verlaufen würde. Werden die ruhigeren Songs rausgenommen? Wird das Publikum dabei sein oder gibt es nur Gerede?

Auf jeden Fall hat man es vermisst: Dieses Stehen. Nicht am Stuhl gefesselt zu sein. Klar war das auch sehr schön, aber in manchen Städten verdammt unbequem. Ich sage nur Münster & Bierbänke! Obwohl es natürlich auch einen besonderen Charme hatte. Es hat einfach alles seine Vor- und Nachteile.

Bereits nach dem zweiten oder dritten Song war es so warm, dass Kevin schon seine Schuhe auszog und schwitzte, was das Zeug hielt. Auch uns überrollte die Hitze nach den ersten Songs und es wäre keine schlechte Idee gewesen, die Schuhe ebenfalls auszuziehen.

Dieses Mal wurde leider „Zurecht ungerecht“ nicht gespielt, was einfach nicht funktioniert hätte. Dafür haben sie aber den Song „Einbahnstrasse“ dermaßen verkackt, dass dieser nach kurzer Zeit erneut gestartet werden musste. Ich würde sagen: Ein würdiger Nachfolger für „Zurecht ungerecht“! Ab da an war das Eis endgültig gebrochen.

Foto: Ralf Synowzik

Ein Typ schrie irgendwas mit „Rauchen!“, was er zuvor schon tat, trotz Rauchverbotes. Was ihm fast eine Ohrfeige von dem jungen Mann auf der linken Seite einhandelte. Kevin bot ihm an, dass er doch hinter der Bühne rauchen könnte und wollte ihm den Weg zeigen. Aber nein, nun wollte er nicht mehr. Gott sei Dank verhielt er sich dann auffallend ruhig, was mir sehr gefiel.

Foto: Ralf Synowzik

Foto: Ralf Synowzik

Zwischendurch gab es Absprachen zwischen Kevin und Oli. Sie wussten wohl selber nicht so richtig, was sie für Songs spielen sollten. Bzw. war die Reihenfolge nicht wirklich klar, wie mir schien. So kamen wir in den Genuss von „Erste Schritte“, was mich sehr freute und es auch eine schöne Umsetzung war.

Das Publikum war Textsicher und schmetterte ihm die Zeilen entgegen, sodass das Herz regelrecht aufging. Wahnsinn. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich, dass es richtig war, an diesem Abend genau an dieser Stelle zu stehen. Die Augen zu schließen und alles auf sich wirken zu lassen. Die zufriedenen Gesichter von Kevin, Oli und dem restlichen Publikum zu sehen. Egal, ob da welche gequatscht haben oder nicht: Es war wirklich ein zauberhafter Abend gewesen. Und dieses Mal konnte auch ich sagen: Das ist das erste Mal der Tour gewesen, dass auch ich schwitzte.

Danach musste erstmal frische Luft her, also raus aus dem Club und durchgeatmet! Achja: Petula hat in Osnabrück definitiv gefehlt!

Dynamisch. Warm. Unglaublich. Herzzerreißend. Unterhaltsam. Gänsehauteinflössend. Unbeschreiblich. Entspannt. Emotional.

So könnte man diese Tour beschreiben. In Kurzform.

Es hat sich ALLES gelohnt: Die gefahrenen Kilometer. Die verbrachten Stunden auf Bahnhöfen, Zügen und in unbekannten Städten. Das Wiedersehen mit großartigen Menschen. Die Ausgaben von 700 oder 800 Euro.

Wahnsinnig? Bekloppt? Vielleicht!

Danke Petula.

Danke Kevin Hamann.

Danke Oliver Stangl.

Es war großartig.

Und natürlich sehr entspannt!

Und noch ein „Tut mir leid!“, dass das in Leipig nicht so flüssig lief!

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