Tag 7: „Ey komm, wir fahren nach Düsseldorf!“

Tag 7: Von Wiesbaden nach Düsseldorf.

 

Nach einem kleinen Frühstück (Danke, Doro!) ging es gegen 12.30 Uhr mit dem Bus zum Bahnhof. Eigentlich hatte ich ja vor, meinen Urlaub bis zum 11. April in Wiesbaden zu verbringen. Aber für Doro war das dann doch etwas zu spontan. Ab nach Mainz und da in den nächsten IC nach Düsseldorf gesprungen.

Wiesbaden- Düsseldorf. Was für eine wirklich sehr sehr schöne Strecke! Phänomenal!

Wiesbaden- Berlin

Düsseldorf. Dazu fällt mir irgendwie immer die Sache ein, die Lars erzählte. Denn bei der Tour 2009 war der running gag, dass immer gesagt wurde, dass man nach Düsseldorf fährt. Egal, wo man gerade ist. (Hier der Link zum Interview!)

Der Sommer war zurück. Eine angenehme Wärme durchflutete die Stadt. Und ich? Ich war entspannt! Nachdem ich die Sachen im Hotelzimmer verstaut hatte, machte ich mich mit Miriam langsam auf Richtung Veranstaltungsort. Der schönste Teil der gelaufenen Meter war der kleine See. Mit Enten, seltsamen Vogelgestalten und Schildkröten. Ein kleines Paradies mitten in Düsseldorf!

Warterei vor dem Club folgte. Ich nutzte die Zeit, um wohl wirklich die hässlichste Postkarte Düsseldorfs zu schreiben. Diesen Auftrag hätte ich dann erfüllt.

Einlass im Theater. Aber auch nur bis zum Foyer. Eine gute Stunde musste man es dort aushalten, eh die Tür zum eigentlichen Saal geöffnet wurde. Oh, was für ein schöner Saal mit wunderbaren Sitzmöglichkeiten. So versank ich darin und wollte am liebsten nie wieder aufstehen! Ich wäre ja dafür, dass -wenn solch eine Tour in diesem Jahr noch einmal stattfinden sollte- diese Konzerte nur in Theater- und/oder Kinosälen aufgeführt werden sollten. Das hat eine ganz besondere Magie!

Petula betrat die große Bühne, das Licht wurde gedämmt und es herrschte keine drückende, sondern eine angenehme Stille. Eine schöne Mischung aus alten und neuen Songs folgte und das Publikum war begeistert! Besonders nach dem Song „Realgold“ gab es einen großen Applaus. Was ja auch wirklich kein Wunder ist! Endlich konnte ich seinen Auftritt 100%ig genießen: Ohne Schmerzen und ohne das Gefühl, dass ich nicht mehr sitzen könnte. Hat ja nur noch das Popcorn gefehlt. Kleine Patzer gab es, die aber auch nicht großartig auffielen. Ich persönlich mag es ja, wenn es kleine Verspieler gibt. Das macht einen Auftritt erst so richtig sympatisch und authentisch.

Seine Ansagen sind teilweise etwas wirr und erinnern mich manchmal stark an die von Senore Matze Rossi. Aber ich mag wirre Ansagen. Von daher…

Neben Münster und Heidelberg war das mit einer der besten Auftritte, wo einfach rundum alles stimmte. Auch in Düsseldorf wird er bei vielen Leuten einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben, da bin ich mir sicher!

Umbaupause. Kevin, Oli und Sebi auf einer Bühne und es wurde nur gelacht. Hatte ich schon erwähnt, dass sie sehr entspannt wirkten? Welch eine Harmonie. Theoretisch bräuchten sie gar nicht spielen. Nein, es ist schon eine wahre Freude, sie einfach so zu beobachten.

„Wenn Ethna wieder spuckt“ bekamen wir als ersten Song geboten. Hach, welch schöne Umgebung für dieses Konzert.

„Weil sie uns siezen“. Kevin meinte, dass er nie weiß, was er mit seinen Händen und Armen anstellen soll und er sie am liebsten abnehmen würde. Oli klimperte etwas auf dem Piano rum und Kevin meinte irritiert, dass er nicht das Richtige spielen würde. Aber Oli wollte nur die passende Begleitmusik dazu liefern, wenn Kevin seine Arme abnehmen möchte. Da hat eine Person mitgedacht! Herr Stangl, unser Held.

„PT 82 und das Paarungsverhalten der CT Serie“ und „Mit Naumanns Füßen“ haben mich dann wieder voll erwischt. Es ist schon erstaunlich, wie sehr mich die Songs auch nach dem X-ten Male erreichen und überwältigen können.

Während dieser Tour merkte ich bereits, wie sehr mir diese Auszeit von dem ganzen Alltagsschrott gut tat. Ich bin wahnsinnig entspannt. War und bin in Städten, wo ich teilweise noch nie war. Muss mich nicht mit dämlichen Gästen rumschlagen, sondern kann das machen, was mir am meisten bedeutet und Spaß bringt: Konzerte besuchen, die magische Stimmung aufsaugen und mit einem guten Gefühl in die nächste Stadt gondeln. Dauert es auch über 5 Stunden mit dem Zug. Was solls. Spätestens, wenn man wieder vor der Bühne sitzt, weiß man: Es hat sich gelohnt. Jeder einzelne Kilometer. All die Erinnerungen an diese fantastische Tour werden im Kopf hängen bleiben. Das kann mir Niemand mehr nehmen. Nennt mich, wie ihr wollt: Freak oder einfach nur bescheuert. Es ist mir egal. Für mich war,ist und bleibt es eine Herzenssache. Punkt.

Zwischendurch fiel auch auf, dass der Affe „Nippi“ nicht mit auf der Bühne war.

„Ob der Affe GLÜCK oder UNGLÜCK bringt wissen wir nicht. Aber das werden wir ja am Ende des Abends sehen.“

(Wenn es nach dieser Aussage gegangen wäre, bringt dieser Affe eher UNGLÜCK.)

Auf „Zurecht ungerecht“ freue ich mich immer sehr, denn irgendwas geht meistens schief. Und Kevin bemerkte schon richtig, dass wir bereits erlebt haben, wie sie diesen Song schon in den Sand gesetzt haben. Schon kamen mir die Erinnerungen von Hannover wieder hoch und ich musste mir das Lachen verkneifen. „Wie in Nürnberg“ sage ich dazu nur..

Als kleine Zugaben gab es „Ich beneide dich um deinen Sternenhimmel“, „In Altona trank ich mal einen guten Kaffee“, „Sozialer Brennpunkt ich“.

„Sozialer Brennpunkt ich“. Schön, als Kevin die Zeile sang: „Wir singen immer das gleiche Lied..“ kam von Herrn Stangl, der hinter der Bühne verschwunden war, das Wort „Lied“, was zumindestens die ersten Reihen gut gehört haben und was auch Kevin leicht zum Lachen brachte.

Zwischendurch wurde gefragt, ob denn beim Publikum alles Okay wäre. War es. Nur einige beklagten, dass sie nicht tanzen könnten. Daraufhin bot Kevin an, dass die Leute auch auf die Bühne kommen könnten zum Tanzen. Aber irgendwie nahm keine Person dieses Angebot an.

Dieser Auftritt war ein Erfolg auf ganzer Linie! Selbst Kevin und Oli konnten nicht genug bekommen. Dennoch war gegen 23 Uhr Schluss, sodass die Leute noch Busse und Bahnen erreichen konnten.

Raus ins Foyer. Das Treiben am Merchstand beobachten. Achja: Und ein herzliches Danke für die Polaroid- Geschichte geht an Petula! Danke, danke, danke!

Danach ging es nach draussen in die Nacht. Temperatur war noch immer sehr angenehm und gegen halb 3 verschwand auch ich wieder im Hotelbett.

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  1. Lybe beim Verhör! | Lybe – Eine Liebe zur Musik. Punkt. - 13. November 2011

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