Tag 2: „Meine Boxershorts hat gejuckt!“

Am nächsten Tag ging es von Osnabrück nach Ibbenbüren (Scheune) zu Senore Matze Rossi & Captain´s Diary.

In aller Ruhe ging es zur Bushaltestelle, leichter Regen lag in der Luft. 45 Minuten ging es dann mit dem Bus bis nach Ibbenbüren. Oha, viel ist da ja nicht zu finden. Wahrscheinlich, weil wir nicht in Richtung „City“ liefen. Stattdessen begegneten uns nur vereinzelt ein paar Menschen und irgendein Geschäft für die Ibbenbürener Handwerker. Super.

Captain´s Diary

Vorbei an einer wirklich wunderschönen Wohngegend. Und wer weiß: Vielleicht werde ich genau in 20 Jahren dort zu finden sein!

Links: Sportplatz.
Mitte: Scheune.
Rechts: Spielplatz.

Wir entschieden uns für den Spielplatz, weil wir von der Rutsche magisch angezogen worden sind. Rutschen ging leider nicht, da diese doch leicht dreckig war. Nein danke. Das überließen wir dann doch den Knirps, der später oben an der Rutsche saß, dann doch nicht rutschen wollte und von seinem kleinen Bruder liebevoll geschubst wurde. Schreiend kam dieser unten an. Dreckig. Ha!

Nach halb sieben wechselten wir rüber zur Scheune, wo es lange Gesichter bei den Musikern gab. Vor der Scheune hatten sich schon einige Jugendliche versammelt. Wahrscheinlich, weil sonst nichts in Ibbenbüren los war. Wer weiß! Aber es war eine interessante Mischung von Punks, Normalos und leicht angehauchten Hip Hop- Typen. Ich fühlte mich direkt wieder in die Zeit zurückversetzt, wo ich selber noch auf dem Dorf gewohnt habe & man nie wusste, was man an Wochenenden überhaupt machen sollte. Ausser sich für ein Konzert in Berlin zu entscheiden und dafür 1 1/2 Stunden durch die Gegend zu fahren.

Kurze Interviews mit Captain´s Diary und Matze folgten.

Anfang sollte um 20 Uhr sein- Pustekuchen!

Schattenspiele: Captain´s Diary

Erst gegen 20.45 Uhr kam Captain´s Diary auf die Bühne und legte los. Sven, der grundsätzlich immer der Erste ist, der auf der Bühne nach einem Handtuch verlangt, saß natürlich bei der Heizung. Diese ließ sich selbstverständlich NICHT komplett abdrehen. So wurde ihm schon vor dem eigentlichen Auftritt eingeheizt.

Captain´s Diary- Je öfter man ihn sieht, desto mehr schließt man ihn und seine Musik ins Herz. Publikum war aufmerksamer als den Tag davor in Oberhausen, was sehr gefiel. Auch so hatte ich das Gefühl, dass er beim Publikum doch gut ankam. Langsam wurde es unangenehm in der Scheune, denn man konnte keine Fenster wegen der Nachbarn öffnen. Isoliert war so und so auch überhaupt nichts, sodass man eigentlich jeder Zeit mit einer Beschwerde rechnen konnte. Aber es passierte nichts in der Richtung und Captain´s Diary spielte bis zum Schluss weiter, ohne irgendwelche Zwischenfälle. Wer die Chance haben sollte, der sollte sich diesen jungen Mann wirklich einmal anschauen gehen!

Matze Rossi und der schwitzende Sven

Kurze Umbaupause.

Frische Luft wäre wohl nicht das Schlechteste gewesen, aber noch konnte man es aushalten. Matze bat darum, dass alle doch ein kleines Stückchen weiter nach vorne kommen sollten, weil es sonst zwischen Band und Publikum einen nicht so schönen Abstand gäbe. Gesagt, getan.

Das erste Lied: „Einer von den Spinnern „. Der Songwunsch, der schon Tage vorher bei Matze einging. Tja, Ara.. Es hat doch geklappt und Matze, der Elefant, hat es nicht vergessen!

Matze und Marius

Auch an diesem Abend erwartete uns eine bunte Mischung aus alten, etwas neueren und nagelneuen Songs: „Warum aus mir und meinen Freunden nichts mehr werden kann“, „Unverwundbar“, „Maschine“, „Ich lasse mir nichts mehr nehmen“ oder „Dein Elefant“.

Auch der Band merkte man langsam an, dass ihnen die stickige Luft zusetzte. Bei ihnen kamen ja noch die Scheinwerfer hinzu, die all das noch verschärften. Das Wort „Sauerstoffzelt“ wurde benutzt und Sven hechelte, was das Zeug hielt. Zum Glück hatte er vor dem Auftritt daran gedacht, sich eine Schürze an die Seite zu legen, um sich den Schweiß -zumindest teilweise- zu entfernen.

Ich weiß gar nicht mehr, in welchem Zusammenhang dann Matze Sven fragte, wie denn seine Mutter heißen würde. Dieser antwortete: Sonja. Aber irgendwie so ausgesprochen, als ob der Name Sonja nun mit 2 „n“ geschrieben wird. Sein Vater heißt Heinz, wenn ich mich recht erinnere. Den Namen findet er aber nicht wirklich prickelnd. Das sind Dinge, die natürlich auf der Bühne besprochen werden müssen. Aber was solls: Da setzt der Gehirnschwund halt schon am zweiten Tag der Tour ein! Sollte mir recht sein…

Schluss. Aus. Ende.

Gegen Ende eines Liedes sah ich aus dem Augenwinkel, wie ein Typ sich vorne kurz in die Hose griff. Auch Matze hat das mitbekommen und fing ebenfalls an zu grinsen. Nach dem Song schaute er ihn an und fragte, was er da denn gerade gemacht hätte. Die Antwort darauf war doch so grandios, dass diese nun als Überschrift herhalten musste:

„Meine Boxershorts hat gejuckt!“

Die Hitze setzte dann doch allen merklich zu. So war es nicht verwunderlich, dass bereits gegen 22.30 Uhr das Konzert endete. Okay, es rief auch wirklich NIEMAND (ausser Ara) nach einer Zugabe. Aber die Jungs konnten nicht mehr und ließen sich erstmal am Bühnenrand nieder. Die Scheune leerte sich dann doch recht schnell und Sven erklärte sich bereit, einige Fragen zu beantworten, die sich aber nicht um Musik handeln. So überlegten wir uns noch eine handvoll Fragen, die er auch bereitwillig nach einer kurzen Zigarettenpause beantwortete.

Wir machten uns dann auch wieder auf den Weg zum Bahnhof. Und da das Konzert doch so zeitig endete, haben wir unsere Bahn um 23.44 Uhr spielend bekommen. Nach einem kurzen Lauf durch Osnabrück fiel ich gegen halb 3 endlich ins Bett und schlief gut durch bis 11 Uhr.

Fortsetzung folgt…

(Die Interviews mit Sven Peks, Matze Rossi und Captain´s Diary werden erst etwas später veröffentlicht.)

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