Durch den Schnee mit Pele Caster & Ben Schadow

Berlin, 15. Dezember 2010

12.51 Uhr. Eigentlich wollte ich schon auf dem Weg nach Berlin sein, ABER ich Idiot setzte mich natürlich erstmal in den falschen Zug! Da saß ich nun irgendwo in der Brandenburger Pampa fest- weit entfernt von Berlin. In einer kleinen Wartehalle- unbeheizt- wartete ich und ein kleiner Punker spielte seine Musik in voller Lautstärke. Sogleich verfasste ich eine Mitleidsheischende SMS an Jana und Ben. Während Jana nicht reagierte, zeigte sich Ben amüsiert und informierte mich darüber, dass er und Pele noch 500km vor sich hatten. Wir saßen also im selben Boot!

Pele Caster und Ben Schadow

13.25 Uhr. Juhu! Ein verpasster Anruf von Jana (ich bin ihr also doch nicht völlig egal), aber der Zug Richtung Falkenberg erreichte endlich den Bahnhof und mit fast erfrorenen Gliedmaßen schaffte ich es dennoch die Stufen in den Zug zu überwinden.

13.54 Uhr. Falkenberg. Ein weiterer bedeutender Ort in der Brandenburgischen Pampa! Nichtsdestotrotz löste ich meinen Blick von dieser unglaublich interessanten Stadt und wartete -voller Ungeduld- auf den Zug nach Berlin.

Pele & Ben.

14.07 Uhr. Yeah! Da stand er nun vor mir- in seiner vollen Pracht! Der Zug Richtung Stralsund, der praktischerweise auch in Berlin hielt. Aber es wäre doch zu schön gewesen, wenn alles geklappt hätte: Die Tür öffnete sich ca. 5cm und dann war Schluß! Vereist. Nun half nur noch schweres Gerät! Auch diese Hürde wurde erfolgreich überwunden und ehe ich mich versah, spuckte mich der Zug am Berliner Hauptbahnhof aus. Kaputt, aber glücklich. Jetzt nur noch durch die Berliner Menschenmassen kämpfen und schon stand ich im Hotelzimmer.

16.43 Uhr. Erneuter Anruf von Jana. Jetzt aber! Treffpunkt 19.45 Uhr in der Lobby. Bis dahin im Kingsize- Bett gechillt.

Pele, Ben & ein Geist.

19.45 Uhr. Nachricht von Ben und Pele: Sie sind noch nicht in Berlin angekommen. Wir machten uns trotzdem schonmal auf den Weg zum King Kong Klub. In der Brunnenstraße angekommen suchten wir den Club und bemerkten erst einen Augenblick später, dass wir direkt davor standen. Nun gut! Der Hunger überfiel uns wie ein wildes Tier und wir beschlossen, erstmal auf Nahrungssuche zu gehen. Aber zu früh gefreut: Wir standen schon mit einem Fuß in einer Pizzeria, als wir einen Anruf von Ben erhielten: Wir mussten als Navigationssystem fungieren. Auf zum Alexanderplatz, um die beiden Musiker zum Ort ihrer Bestimmung zu führen. Zwei leicht lädierte Herren empfingen uns und sie überließen uns sofort das Auto. Chaffeur für Ben und Pele- das können nicht alle von sich behaupten- nur Jana!

20.51 Uhr. Parkplatzsuche in Berlin. Nachdem wir Ben und Pele mit ihren Gitarren aus dem Auto geschmissen hatten, fuhren wir noch einmal durch die engen Gassen und entschieden uns schließlich dafür, das Cabrio an einer Kreuzung stehen zu lassen. Nachdem wir unser letztes Kleingeld zusammengekratzt und den Parkscheinautomaten um ein Ticket erleichtert hatten, rannten wir schnell in die angenehme Wärme des King Kong Klubs. Wir ahnten nicht, dass der Konzertbeginn noch herausgezögert werden würde.

22.03 Uhr. Wir starben langsam aber sicher vor Hunger. Jetzt war uns ALLES egal, also schnell zum nächsten Imbiss geschlittert. Wie es sich für Berlin gehört, entschied sich Jana für Currywurst mit türkischen Fladenbrot. Ich hingegen hatte mich sattgesehen.

22.37 Uhr. Back again! Das Konzert ging endlich los! Es hatten sich leider nur um die 20 Leute eingefunden. Was jedoch seinen Vorteil hatte: Es blieb ruhig. Wenn es nach Ben und Pele gegangen wäre: Zu ruhig! Was sie auch durch charmante kleine Pöbeleien mehrmals zum Ausdruck brachten. Aber dafür lieben wir sie ja! Überhaupt waren sie an diesem Abend sehr redselig, was bestimmt am Weißwein lag. Bestimmt! Es folgte eine bunte Mischung aus Liedern von Pele´s alter Band (Astra Kid), Ben´s alter Band (Les Garcons), Ben und Pele´s neuer Band, sowie teilweise unveröffentlichtes Material. Auch das aufmerksame, aber etwas träge wirkende Publikum musste dran glauben: MarcReneConnyKathiJuri heißt der neue Berliner Schlagerhit! Im Gegensatz zu meinem zuletzt veröffentlichten Artikel über die bevorstehende Tour muss ich allerdings Pele in Schutz nehmen: Nicht nur er sondern auch Ben verspielten sich voller Hingabe! Es war ein wahrer Genuss für das Publikum und eine Genugtuung für Pele, da bin ich mir sicher!

23.45 Uhr. Schluß. Aus. Ende. Das Publikum verlangte vereinzelt nach einer Zugabe, aber bei Pele zeigte der Wein langsam Wirkung (Achtung: Zweideutig!) und so blieb uns eine Zugabe leider verwehrt. Nach dem Konzert gab es eine kleine Signierstunde und eine Fotosession für Conny und Bernd. Endlich Musiker zum Anfassen! Wo gibt es denn sowas heutzutage noch?

1.47 Uhr. Weil wir so tolle Roadies sind, boten wir uns als Gepäckträger an. Doch ohje: Ben´s Socken versanken im Schnee! Eine gemeinschaftliche Suche begann und Jana verpetzte mich später bei Ben. Danke! Damit hat sie meinen Kindheitstraum von einer Karriere als Roadie eines Akustikduos zerstört.

2.21 Uhr. Wir saßen bei einem Türken und Ben und Jana verzehrten genüßlich wie Tiere ihr Halloumi. Ben war großzügig und dankbar und spendierte uns ein Taxi.

So ging ein langer, aber wunderschöner Abend zu Ende. Punkt.

Bühne King Kong Klub

Mit freundlicher Unterstützung von Jana!

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2 responses to “Durch den Schnee mit Pele Caster & Ben Schadow”

  1. Ben says :

    Ich hab mich verspielt? Soso.

  2. herzlos13 says :

    Ja. Aber was soll´s?;)

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